Selbsthilfegruppe Lauf der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V.
Helga Kramer, Vorsitzende
Roggenstraße 3, 91207 Lauf
Tel – 09123 74142
Email: helga-kramer@t-online.de
http://www.krebs-shg-lauf.de/

Lauf im Juli 2008


Sehr geehrte Damen und Herren,

Unser Motto lautet:
Nur Du selbst kannst Deinen Lebensweg finden und gehen.
Du kannst Dir dabei aber helfen lassen.

In der heutigen Zeit der unentwegten Effizienz- und Produktivitätssteigerungen, der permanenten „rush hour“, der Zeit-ist-Geld-Mentalität, und in der es daher immer seltener vorkommt, dass jemand sich für den anderen Zeit nimmt, ist es unumgänglich geworden, dass Menschen, die von einer schweren Krankheit wie Krebs betroffen sind, sich in Selbsthilfegruppen organisieren. Dem medizinischen Personal wird ja immer weniger Zeit zugestanden, sich eingehend mit ihren Patienten zu beschäftigen.

Deshalb fand im Herbst 1995 in Lauf auf Initiative der Bayer. Krebsgesellschaft ein Treffen von Menschen mit Krebs und deren Angehörigen statt. Aus dieser Zusammenkunft entwickelte sich die Selbsthilfegruppe Lauf der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V., die seitdem Menschen mit Krebs hilft, das Leben neu zu gestalten, Informationen zu sammeln, und Erfahrungen auszutauschen.

Die Selbsthilfegruppe besteht zurzeit aus etwa 35 Mitgliedern, viele kommen regelmäßig, viele kommen eher sporadisch, je nach eigenem Befinden. Meistens sind es 25 Menschen, die sich ziemlich regelmäßig beteiligen.

Wir treffen uns alle zwei Wochen im Johannissaal der evangelischen Kirche in Lauf, tauschen unsere gegenseitigen Erlebnisse aus, erzählen, wie es uns geht, lachen, wenn wir fröhlich sind, und weinen, wenn wir traurig sind. Wir feiern unsere Geburtstage und gehen auf die Beerdigung, wenn wieder einmal einer unserer Mitglieder den Kampf gegen den Krebs verloren hat. Mann und Frau haben das Gefühl, sie sind nicht allein, und es tut gut, sich mal vieles vom Herzen zu reden und zu wissen, die anderen hören zu.

In individuellen Gesprächen lernt man Ängste abzubauen und nach der niederschmetternden Diagnose Krebs sein Schicksal mutig wieder in die eigenen Hände zu nehmen. In dieser Gruppe wird das Gefühl vermittelt, die Diagnose Krebs ist noch nicht das Ende.

Es werden Vorträge von Ärzten und Therapeuten organisiert, die manchmal erschreckend deutlich, aber manchmal auch humorvoll aufmunternd die verschiedenen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten erklären. Es ist für uns sehr hilfreich, mal außerhalb der Hektik einer Arztpraxis ausführlich und verständlich die verschiedenen medizinischen Fragen erläutert zu bekommen. Und wir sind diesen Ärzten dafür sehr dankbar, opfern sie doch für uns ihre ohnehin knapp bemessene Zeit, damit wir unsere Ängste für eine Weile mal beiseite schieben können.

Manchmal bitten wir Krankenkassenspezialisten zu uns, um die schwierigen und sich ständig ändernden Bestimmungen bezüglich der Abrechnungen der medizinischen Aufwendungen zu erklären. Und regelmäßig bemühen wir das Internet, um uns über die neuesten Forschungsergebnisse über unsere Krankheit zu informieren.

Natürlich treffen wir uns auch zu Grillfestlichkeiten im Sommer oder zu besinnlichen Abenden in der Adventszeit. Und natürlich gehen wir einmal im Jahr auf große Fahrt. Dann geht es mit dem Bus nach Eichstätt, nach Würzburg, Regensburg oder Weimar, wie in diesem Jahr.

Unsere Selbsthilfegruppe bietet den Menschen mit der Diagnose Krebs in Lauf und Umgebung eine wichtige Hilfe. Aber diese Hilfe erfordert ein Minimum an finanziellen Mitteln. Wir werden zwar von der Bayerischen Krebsgesellschaft und den Krankenkassen mit einem kleinen Beitrag unterstützt – wir rechnen jährlich genauestens ab. Aber wenn wir die Vortragenden mit unseren spärlichen Honoraren, die eigentlich nur deren Aufwendungen begleichen, bedenken wollen, dann wird es bei unserer Kasse schon eng.

Deswegen bitten wir Sie, uns nach Möglichkeit zu unterstützen, sei es finanziell oder auch organisatorisch.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse und würden uns freuen, wenn unsere Selbsthilfegruppe in Ihren Haushaltsberatungen Eingang finden würde.

Mit freundlichen Grüßen

Helga Kramer

 

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